Dem «Büsi» Katze sagen?
«Der vermutlich gar nicht woke Berner Polizeidirektor Philippe Müller sagte unlängst, dass man einem ‹Büsi› Katze sagen muss. Verstehen Sie sein Anliegen?», wendet sich eine gewisse Frl. Zoccoli an die Askforce. Obwohl Sie also mit Fräulein angesprochen sein wollen, verstehen Sie sich selbst offenbar als woke, wie der Seitenhieb gegen Herrn Müller erahnen lässt! Eine gewisse Selbstironie – herzliche Gratulation! Ganz unser Spielfeld!
Aus dieser Gemengelage leiten wir ab, dass Sie, Frl. Zoccoli, einer Katze «Büsi» sagen würden. Ganz nach dem woken Grundsatz, Grosses und Übermächtiges in achtsamer Sprache vom Podest zu holen, zu verkleinern und zu entschärfen. Also anstatt Diktator «Herr Präsident», anstatt rechtsextrem «konservativ», anstatt Krieg «Spezialoperation» (ja, auch in Diktaturen gibt’s Wokeness!), anstatt künstlich beschneit «technisch beschneit», anstatt Putzfrau «Reinigungsfachperson», anstatt Pestizid «Pflanzenschutzmittel», anstatt behindert «herausgefordert», anstatt gestorben «für immer eingeschlafen», «entschlafen», «zum Schöpfer berufen» (oder «zur Askforce», sofern die Jahresbeiträge lückenlos überwiesen sind!). Und eben: anstatt Katze «Büsi».
Zu alldem gibt es längst eine Gegenbewegung – zurück zur harten Sprache, ganz nach Trump, Hegseth & Co., die das Verteidigungs- in Kriegsministerium und den Verteidigungs- in Kriegsminister umbenannt haben. Gerne greifen wir diesen Trend am Beispiel der Askforce auf. «Fachinstanz für alles» ist ja unsere eigentliche Bezeichnung. Doch wer uns so unverblümt beim Namen nennt, weiss: Wir sind in der metaphysischen Welt das, was das Zentralgestirn in der physischen. Dort spricht man von der Askforce als «Leuchte aller Leuchten», «Erkenntnis aller Erkenntnisse», «Mutter aller Gedankenschlachten», als «singuläre Bettflasche in der subarktischen Kälte des Alls», als «unergründliches Echo des Urknalls» – menschlichem (Un-)Bewusstsein fremd, aber in alle Ewigkeit strahlend!
Doch zurück zu Ihrer Frage, Frl. Zoccoli, ob wir das Anliegen des «gar nicht woken Politikers» Philippe Müller verstehen. Natürlich verstehen wir es – und blicken da in Abgründe, mit deren näherer Beschreibung wir Sie hier mit Blick auf Ihre Aufmerksamkeitsspanne verschonen wollen. Wir halten aber fest: Katzen sind für Unsere Hoheit weit mehr als gewöhnliche Haustiere, auch mehr, als es Larry an der Downing Street 10 für den englischen Premier ist. Katzen sind, analog zu den alten Ägyptern, unsere göttlichen Begleiter. Wie beispielsweise Bastet bei den Ägyptern die Göttin der Liebe war, dargestellt als Katze.
Und deshalb sagt auch die göttlich liebende Askforce dem «Büsi» Bastet! Basta!
Askforce Nr. 1251
31. August 2026