Greenfield statt Greenland?
Heute arbeiten wir ein sehr unlustiges Thema ab: Greenland. Unsere Leserinnen und Leser sind in dieser Causa die verkannte Speerspitze der schweizerischen Diplomatie, denn sie liefern uns laufend Vorschläge, wie der von DJT geforderte Greenland-Deal «guteidgenössisch» entschärft werden könnte. Die griffigste Idee: «Die Schweiz könnte ihm als genialen Kompromiss das Greenfield-Festivalgelände verkaufen, also den ehemaligen Militärflugplatz Interlaken. Ob Greenfield oder Greenland: Das dürfte ihn nicht allzu sehr kümmern.» So sagt es Samuel B. aus B.
Aber Samuel ist ein Schnelldenker, denn er greift vor. Weil DJT Geschäfte und nicht Politik macht, müsste ihm zuerst vorgerechnet werden, dass sein Greenland-Deal nicht aufgeht. Wir kalkulieren nur das Allernötigste – ausgehend von der Annahme, dass ihm ein Quadratmeter Greenland höchstens ein Hämpfeli Glasperlen wert ist.
A: Fläche Greenland: 2’166’000’000’000 m2
B: Hämpfeli Glasperlen facettiert, bestellt bei Temu: 3.07 US $
A x B (Kaufpreis) = 6’649’620’000’000 US $
Der Billiganbieter Temu ändert nichts daran: 6,65 Billionen sind ein hoher Preis, denn damit würde sich das Haushaltsdefizit der USA vervierfachen. Wer springt da überhaupt als Kreditgeber ein? Solches dürfte DJT aber nicht kümmern. Erzürnen dürfte ihn dagegen die Tatsache, dass wegen der bei Temu gekauften Glasperlen das Aussenhandelsdefizit zwischen den USA und China in astronomischem Mass stiege. DJT müsste subito 100 Prozent Zoll auf chinesische Glasperlen erheben. Dadurch stiege inakzeptablerweise der Preis für die bestellte Ware auf 13,3 Billionen, weshalb nach der etablierten DJT-Formel umgehend Strafzölle von 100 x 100 Prozent darauf geschlagen werden müssten, womit die Bestellung nunmehr 1,34 Billiarden kosten würde. Das ist einfach kein guter Preis.
Erst hier – nach diesem Erkenntnisprozess – sollte die Schweiz «Greenfield statt Greenland» ins Spiel bringen. Es ist eine durchdachte Offerte. Das Grundstück ist blutsaugertauglich: Die Schweizer Luftwaffe operierte hier mit ihrer Vampire-Flotte. Am nordwestlichen Rand des Geländes sind zudem bereits Monu-mentalbauten vorhanden, die als Headquarter dienen könnten: Erich von Dänikens Mystery-Park. Wie uns Erich von Däniken vor seiner langen Reise anvertraute, habe er den Park an sich für Ausserirdische gebaut: «Aber er taugt auch für die Unterirdischen.»
Der Bezugstermin wäre auch kein Problem: frei ab sofort.
Die Askforce weiss, dass etliche unsere heutige Belehrung als hilflose Gedankenspielerei abtun werden. Wir entgegnen: Es gibt starke Indizien, dass der Greenfield-Deal bereits so gut wie abgeschlossen ist. Der Faktencheck auf www.greenfieldfestival.ch zeigt, wer dort für die Ausgabe 2026 im Line-up steht:
«President» – «Destroy Boys» – «Moments of Madness». – Na, nach was klingt das?
Askforce Nr. 1219
26. Januar 2026